Interview mit Matte.Macchiato ( Matte )

Hallo Matte!

Schön, dass du dir Zeit für ein Interview nimmst.

 

 

Bea: Du spielst erst seit 2016 bei DailyGammon.
Wie bist du auf diese Seite aufmerksam geworden?
Warum gefällt es dir hier so gut?

Matte:
Um ehrlich zu sein, ich dachte, es wäre schon viel länger, seit DailyGammon mein treuer Freund für kurze Backgammon Auszeiten ist.

DailyGammon unterscheidet sich stark vom Spielen am echten Brett oder anderen Online Varianten. Es gibt keinen durchgehenden Spielfluß. Das ist der Nachteil, aber auch das Schöne an DailyGammon. Man bekommt immer eine andere Spielposition vorgesetzt und muss sich kurz eindenken, man zieht und schon kommt die nächste, eher ein bisschen wie ein Quiz als wie ein Spiel. Eine willkommene Abwechslung zum Morgenkaffee, an der Bushaltestelle oder am Klo (ja, sorry, schlechte Angewohnheit)

 

Bea: Seit wann spielst du überhaupt Backgammon?

Matte:
Gelernt habe ich es von irgendwelchen Althippies in den Gebirgen Kashmirs in Indien im fernen Jahr 1994 (huch, wie die Zeit vergeht). Richtig spielen tue ich es erst, seit ich in Berlin wohne, ungefähr 2013. Als ich durch Zufall bemerkt habe, dass Backgammon weit mehr ist, als ein normales Brettspiel und dass man sich damit beschäftigen kann, also in der Theorie. Und seit dem Tag bin ich dem Spiel verfallen.

 

Bea: Spielst du auch real Backgammon, also auf richtigen Turnieren?

Matte:
Wenn ich es schaffe und ich in Berlin bin spiele ich bei den monatlichen Turnieren von Berlin Backgammon. Sehr nette Leute und Atmosphäre. Kommt vorbei, wenn Ihr in der Nähe seit. (Hamburg ist ja quasi auch um die Ecke Bea)
Ich würde total gern mal auf einem internationalen Turnier spielen, habe es bis heute aber noch nicht geschafft.

 

Bea: Du gehörst zweifellos zu den großen Spielern in der Liga.
Wie bist du so gut geworden?
Hast du dir Bücher gekauft und oder mit einem Backgammon-Programm (wie Gnu oder Snowie) gearbeitet?

Matte:
Mit meinen Einmeterneunundsiebzig wohl eher im oberen MIttelfeld.

Los gings mit Gnu, seit ein paar Jahren XG. Wer bitte spielt noch auf Snowie ;-).

Angefangen habe ich mit Paul Magreiels Klassiker, wie wahrscheinlich so viele. Ohne Bücher geht es nicht, erst da habe ich begriffen, dass mehr hinter dem Spiel steht als Würfeln und Steine verschieben. Mein Lieblingsbuch ist Backgammon Bootcamp von Walter Trice.
Meine Lieblingseite ist Backgammon Studio, kann ich nur jedem empfehlen, zum Lernen und vor allem für die Möglichkeit live online Matches zu spielen mit simultaner Analyse der Züge.

Bea: Toller Tipp, das werde ich mir gleich ansehen.   victory

 

 

Bea: Was war für dich dein größter persönlicher Erfolg? (In Bezug auf BG)
Ganz sicher der Gewinn der 9. Meisterschaft.
🙂

Matte:
Leider ja!
Und gleich darauf der Absturz in die Realität, aber dazu weiter unten.
Einmal habe ich eine Massage von einer schönen Frau gewonnen, aber auch da kam bald der Absturz 😉

 

Bea: Welchen Stellenwert gibst du den Doppler-Würfel?

Matte:
Ohne Doppler würde ich gar nicht spielen. Der Doppler ist die effektivste Waffe in der Hand derjeniger, die ihn beherrschen. Leider gehöre ich noch nicht ganz dazu.

 

Bea:
In der Geschichte der Backgammonliga ist es schon öfter passiert,
dass der Meister eine Saiosn später direkt wieder abgestiegen ist.
Du bist ja auch dem Fluch zum Opfer gefallen.
„Der Fluch des Meisters“ […]
Was sagst du dazu? Woran kann es nach deiner Meinung nach liegen?

Matte:
Danke Bea, dass Du mich daran erinnerst. Zuerst der Fluch, immer nur Zweiter zu werden und nun dies. Was soll ich sagen? Die Überheblichkeit des Meisters? Der Ansporn der Gegner, den Meister eins auszuwischen? Aber wenn Du mich fragst, sage ich: Pech!

 

Bea: Hast du in der Liga einen Angstgegner?

Matte:
Auch diesen Titel vergebe ich dieses Mal zum ersten Mal und er geht an Rasp, der mich diesmal in die zweite Liga geschickt hat. Wären aber andere zwei Spiele meine letzten gewesen, wäre es jemand anderes geworden. So ist Backgammon und so lieben wir es. Ansonsten würde ich Schach spielen (gähn!)

 

Bea: Wenn du spielst, dann hast du für dich selbst so kleine Regeln aufgestellt, die du im Spiel beherzigst?

Matte:
Ich bin sehr anfällig für eine Krankheit, die ich Klickitis nenne, einfach durchklicken ohne groß zu denken. Deshalb meine Regel: Einatmen, nachdenken, ausatmen, klicken. Mit ein bisschen Übung kann das jeder.

Lach – Die Krankheit kenne ich nur zu gut  – clever

 

Bea: Hast du Verbesserungsvorschläge für die Liga?

Matte:
Wie sollte ich? Es ist mein Lieblingsturnier! Danke Bea!

 

 

Bea. Klasse Interview. Vielen, vielen Dank Matte für deine tollen Antworten.

nicesmell